Wissensmanagement-Berufsfeld:
Informationsvermittlung (Information Brokering)
Informationsvermittler agieren als Bindeglied zwischen Computersystemen und deren Benutzer, die sich mit spezifischen Problemen aus verschiedenen Fachgebieten an sie wenden. Sie verfügen über Know-How im Bereich Anfragesprachen an Datenbank- und Informationssysteme, im Bereich von verschiedenartigen Informationsressourcen des Informationsmarktes (z.B. Online-Datenbanken, Fachinformationszentren, Internet, Intranet, Data Warehouses, CD-Rom-Dienste, traditionelle Quellen). Sie beherrschen Methoden zur Ermittlung des Informationsbedarfs (z.B. Interview, Fragebogen, Situationsanalyse, Erfolgsfaktorenanalyse) und zur adressatenspezifischen Aufbereitung von Information unter Nutzung multimedialer Techniken.
Systementwicklung
Systementwickler arbeiten im Team konstruktiv an der Entwicklung, der Adaption, der Einführung und der Pflege von Computersystemen (insbesondere Informationssystemen und deren Teilkomponenten wie Benutzungsoberflächen etc.) mit. Dafür ist neben den informationstechnologischen Grundlagen programmiertechnisches Know-How nötig. Vielfach sind hier spezifische Kenntnisse von Nutzen (z.B. Benutzungsoberflächen, Datenbank-Anbindung, formale Sprachen etc.). Hinzu kommen software-ergonomische Kenntnisse (z.B. Normen und deren Umsetzung etc.). Ein Beispiel für multikulturelle Kontexte ist die Lokalisierung bzw. Internationalisierung von Software, das heißt die Anpassung an eine spezielle Landeskultur und -sprache.
Informationsmanagement
Informationsmanager besitzen Grundkenntnisse im Bereich Informationstechnologie, um z.B. Kaufentscheidungen im Unternehmen oder in Organisationen zu treffen bzw. vorzubereiten. Sie überblicken die Ressourcen (intern und extern) des Informationsmarktes und die Abläufe der Informationsverarbeitung innerhalb des Unternehmens oder der Organisation. Aus einer bewertenden Perspektive heraus sind sie in der Lage, eine effiziente Informationsinfrastruktur zu entwickeln (Kosten-Nutzen-Abschätzung) oder auch in Teilbereichen gestaltend in den Workflow einzugreifen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Fähigkeit zur Organisation und alle damit verbundenen Aspekte. Da viele Unternehmen multinational agieren, sind sprachliches und interkulturelles Know-How von Vorteil