Informations und Wissensmanagement

Unter Wissensmanagement versteht man die Organisation der Kenntnisse und Fähigkeiten aller Mitarbeiter in einem Unternehmen. Es geht dabei um die best- mögliche Nutzung vorhandenen Potenzials. Hinter dem Wissensmanagement steht die Auffassung, dass die Leistung eines Unternehmens gesteigert werden kann, wenn das Unternehmen die Kompetenzen aller Mitarbeiter bündelt. Wissensmanagement schließt alle Unternehmensbereiche ein und wird integrierend eingesetzt: Durch Wissensmanagement sollen nicht nur einzelne Abteilungen in ihrer Produktivität gesteigert werden, sondern es werden auch Möglichkeiten erschlossen, wie unterschiedliche Unternehmensbereiche voneinander profitieren können.

Der Vorteil von Wissensmanagement wird schnell deutlich: Es stellen beispielsweise Kunden Anforderungen an Vertriebsmitarbeiter, die in der Produktion normalerweise nicht bekannt sind. Wenn man sich nun vorstellt, dass dieses Wissen um die Bedürfnisse der Kunden mit Hilfe von Wissensmanagement ohne jeden Zeit- oder Informationsverlust an die Entscheider in der Produktion weitergegeben werden kann, ist offensichtlich, wie Wissensmanagement die Leistung des Unternehmens steigert. Das gleiche Prinzip gilt auch für das Wissensmanagement innerhalb einzelner Unternehmensbereiche über die hierarchischen Ebenen hinweg: Einsteiger-Positionen sind in Unternehmen oft von hochqualifizierten Kräften besetzt. So bringen Universitätsabsolventen zum Beispiel sehr differenziertes Wissen aus der Theorie ihres Fachs mit - als Berufsanfänger müssen sie nun für die Praxis lernen und das mitgebrachte Wissen wird oft nicht weitergegeben. Wissensmanagement hat die Funktion Wissen zu erkennen, sichtbar zu machen und zu verteilen. Damit wird sichergestellt, dass sich alle Mitarbeiter jederzeit des vorhandenen Wissens bewusst sind, das Wissen jederzeit angewendet werden kann und alle Bereiche eines Unternehmens voneinander lernen und profitieren können. Angesichts der Geschwindigkeit, in der neues Wissen entsteht und Technik oder Logistik vorantreibt, aber auch seine Aktualität wieder verliert, kann Wissensmanagement heute nicht mehr ausschließlich bedeuten, dass der kommunikative Austausch innerhalb der Belegschaft eines Unternehmens gefördert wird:

Wissensmanagement wird in der Zeit des vernetzten Arbeitens und der Internationalisierung zunehmend rechnergestützt von spezieller Software für Wissensmanagement geleistet. Während der Grundgedanke beim Einsatz der Software für Wissensmanagement - das optimale Ausschöpfen bestehenden Potenzials - gleich bleibt, gibt es verschiedene Ansätze bei der Herangehensweise. Dazu gehört das strukturübergreifende Lernen im Unternehmen, das Maximieren von Wissen im Sinne eines wirtschaftlichen Faktors, gesteigerte Leistung durch Kooperation unterschiedlicher Bereiche oder der bestmögliche Zugriff auf vorhandene Informationen, mit deren Hilfe neu auftretende Probleme gelöst werden können. Prinzipiell sind die Inhalte, auf die sich das Wissensmanagement beziehen kann, unbegrenzt. Meistens wird Wissensmanagement allerdings mit Zielen eingesetzt, die sich auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auswirken, etwa Technologie, Logistik oder Ökologie.